Angriffe auf Beirut wieder aufgenommen
Die israelische Armee hat heute früh (16. Oktober) ihre Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut wieder aufgenommen, nachdem sie sechs Tage lang keine Angriffe durchgeführt hatte. Dies geht aus Berichten von Augenzeugen hervor. Die Zahl der Opfer in Beirut ist noch unklar, jedoch wurde berichtet, dass die Todesfälle in der Stadt Qana auf 15 gestiegen sind. Nuhad Bustanji, ein Sprecher der Rettungskräfte, teilte mit, dass die Rettungsmaßnahmen weiterhin im Gange seien und die Zahl der Opfer weiter steigen könnte.
Aktuelle Entwicklungen im Konflikt
Die Wiederaufnahme der Angriffe auf Beirut erfolgt nur einen Tag, nachdem der libanesische Regierungschef Najib Mikati von der US-Regierung Zusicherungen über reduzierte Angriffe auf Beirut und dessen südliche Vororte erhalten hatte. Israel gibt an, dass es Ziele von Hezbollah in den südlichen Vororten Beiruts angreift und dass der heutige Angriff ein Waffenlager unter einem Wohngebäude getroffen hat. Diese Vororte sind stark besiedelte Wohn- und Geschäftsgebiete.
Evakuierungswarnungen und humanitäre Lage
Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat Israel den Menschen in einem Gebiet, das etwa ein Viertel des Libanon ausmacht, gesagt, sie sollen sich in Sicherheit bringen. Bereits 1,2 Millionen Menschen sind durch den Konflikt vertrieben worden. In Gaza sind etwa 1,9 Millionen Menschen betroffen.
US-Warnung an Israel
Berichten zufolge hat die US-Regierung Israel gewarnt, dass sie die Waffenlieferungen reduzieren könnte, falls die humanitäre Hilfe für Gaza nicht verbessert wird. US-Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin haben am 13. Oktober an israelische Minister geschrieben und gewarnt, dass die USA die Waffenlieferungen an Israel möglicherweise einschränken müssen, wenn nicht innerhalb von 30 Tagen mehr Hilfe in das belagerte palästinensische Gebiet gelassen wird.
Iranische Reaktion auf Israel
In Bezug auf den Iran warnte Außenminister Abbas Araghchi in einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, dass Teheran auf einen möglichen israelischen Angriff als Reaktion auf den Raketenangriff am 1. Oktober bereit sei, eine „entscheidende und bedauerliche“ Antwort zu geben. Araghchi appellierte auch an die UN, ihre Ressourcen zu nutzen, um „die Verbrechen und Aggressionen“ zu stoppen.