Warnstreiks im ÖPNV

Wirtschaftsnews11 Monaten ago1423 min

Auswirkungen auf Schüler und Pendler

Am zweiten Tag der Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr im Südwesten Deutschlands kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen. Schüler erreichten ihre Schulen nicht rechtzeitig oder blieben ganz zu Hause. Pendler wurden dazu aufgefordert, auf das Auto umzusteigen oder ihre Fahrten zu verschieben.

Betroffene Regionen und Verkehrsmittel

Die Streiks betrafen verschiedene Strecken der SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH) in Südbaden, Fils-Neckar-Alb, Ulm-Oberschwaben und Heilbronn-Neckar-Franken. Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi berichtete von erheblichen Ausfällen sowohl bei Bussen als auch bei Bahnen.

Teilnehmende Beschäftigte

Insgesamt haben seit Montag rund 1.000 Beschäftigte an den Warnstreiks teilgenommen. Die hohe Streikbereitschaft verdeutlicht, dass die Mitarbeiter nicht bereit sind, weitere Reallohnverluste hinzunehmen. Verdi hatte die Mitarbeiter der SWEG zu ganztägigen Warnstreiks im Rahmen des Tarifkonflikts im baden-württembergischen Nahverkehr aufgerufen.

Einfluss auf den Zugverkehr

Auch Schulbusse waren von den Streiks betroffen. SWEG-Mitarbeitende legten in Zugleitstellen in Gammertingen und Endingen am Kaiserstuhl die Arbeit nieder, was auch den Zugverkehr anderer Unternehmen wie der Schwäbischen Alb-Bahn beeinträchtigte. Laut SWEG war der Bahnverkehr unter anderem auf der Münstertalbahn, der Achertalbahn und der Zollern-Alb-Bahn eingestellt.

Frühere Streikaktionen

Bereits am Montag wurden die SWEG-Standorte Wiesloch und Sinsheim sowie die von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) betriebenen Karlsruher S-Bahnen bestreikt. Die Auswirkungen in diesen Regionen blieben jedoch überschaubar.

Tarifverhandlungen

In den laufenden Tarifverhandlungen zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) geht es um die Löhne und Gehälter für rund 5.500 Beschäftigte in sechs Bundesländern. Die Gewerkschaft fordert ab Oktober eine monatliche Erhöhung von 350 Euro sowie einen Inflationsausgleich von 1.300 Euro. Der Arbeitgeberverband (AGVDE) hat hingegen eine Lohnerhöhung von 3 Prozent ab April 2025 und einen Inflationsausgleich von 600 Euro angeboten, was von Verdi als unzureichend angesehen wird. Die Verhandlungen werden am 11. November fortgesetzt.

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