Schubert zu Antisemitismus

Wirtschaftsnews11 Monaten ago1313 min

Forderung nach klarer Abgrenzung

Die Linke-Abgeordnete Katina Schubert hat sich dafür ausgesprochen, dass ihre Partei eine eindeutige Position gegen jede Form von Antisemitismus einnimmt. In einem Interview äußerte sie Bedenken hinsichtlich möglicher Konflikte beim bevorstehenden Bundesparteitag, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.

Erfahrungen von Migranten und Muslimen

Schubert betonte, dass viele Migrantinnen und Muslime derzeit den Eindruck haben, sie würden pauschal als antisemitisch oder israelfeindlich wahrgenommen. Diese Generalverdächtigung sei jedoch nicht gerechtfertigt. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass es eine problematische Solidarisierung mit den Palästinensern gebe, die gewaltsame Handlungen romantisiere. Sie erkannte an, dass es innerhalb der muslimischen Gemeinschaft auch antisemitische Ansichten gebe, auch wenn deren Verbreitung wahrscheinlich gering sei.

Kritik an Verharmlosung des Terrorismus

Am vergangenen Freitag kam es beim Landesparteitag der Linken in Berlin zu intensiven Diskussionen über das Thema Antisemitismus. Ein Antrag, der sich klar von linkem Antisemitismus distanzierte, fand nicht die notwendige Mehrheit. Schubert, die den Antrag unterstützte, betonte die Notwendigkeit, den eliminatorischen Antisemitismus der Hamas abzulehnen und sich von Personen zu distanzieren, die den Terroranschlag vom 7. Oktober verharmlost hätten.

Auswirkungen auf den Bundesparteitag

Schubert äußerte die Befürchtung, dass die Diskussion um Antisemitismus den Bundesparteitag der Linken in Halle erheblich beeinflussen könnte. Sie warnte vor der Möglichkeit eines „großen Crashs“ aufgrund der Nahostfrage, was zur Folge hätte, dass die Partei wertvolle Mitglieder verlieren könnte.

Schlussfolgerung

Die Debatte über Antisemitismus innerhalb der Linken bleibt ein sensibles Thema, das sowohl die interne Einheit als auch die öffentliche Wahrnehmung der Partei beeinflussen könnte. Schubert fordert eine klare und deutliche Positionierung gegen jede Form von Antisemitismus, um jüdisches Leben zu schützen und ein Zeichen gegen Judenhass zu setzen.

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