Barbara Schock-Werner als Kandidatin
Die frühere Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner wird voraussichtlich die neue Präsidentin des Zentral Dombau Vereins (ZDV) in Köln. Dies folgt auf den Rücktritt von Michael Kreuzberg im Mai. Die Mitgliederversammlung des Vereins wird am 12. Oktober über ihre Wahl entscheiden.
Vorratsbeschluss des Vorstands
Bereits im August hat der Gesamtvorstand des ZDV einen einstimmigen Vorratsbeschluss gefasst, um Schock-Werner als Nachfolgerin zu nominieren. Vorstandskreise äußerten, dass ihre Erfahrung und Leidenschaft für den Kölner Dom sie zur idealen Besetzung machen.
Historische Bedeutung der Wahl
Sollte Schock-Werner gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze des ZDV. Zudem wäre es das erste Mal, dass die Leitung des Vereins von einer ehemaligen Dombaumeisterin übernommen wird. In der Vergangenheit waren die Präsidenten meist prominente Persönlichkeiten aus Politik, Recht und Wirtschaft.
Hintergrund und Statuten des ZDV
Die Statuten des ZDV, die auf einer historischen Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. basieren, sehen vor, dass die Mitglieder des Gesamtvorstands für 16 Jahre gewählt werden. Zu den geborenen Mitgliedern zählen unter anderem der Kölner Oberbürgermeister, der Erzbischof und der amtierende Dombaumeister.
Schock-Werners Pläne für den ZDV
Barbara Schock-Werner äußerte, dass sie sich auf die neue Aufgabe freuen würde, sollte sie gewählt werden. Sie hat bereits Ideen, um den ZDV wieder populärer zu machen. Der Verein mit seinen 17.500 Mitgliedern spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung des Erhalts der gotischen Kathedrale, die 1880 vollendet wurde.