Konflikt zwischen Israel und Hamas

Wirtschaftsnews11 Monaten ago1774 min

Angriff von Hamas

Am 7. Oktober 2023 führte die militante Gruppe Hamas den tödlichsten Angriff in der Geschichte Israels durch. Hunderte von Kämpfern drangen in der Morgendämmerung in Israel ein, was zu 1.205 Todesopfern führte, überwiegend Zivilisten. Diese Zahl umfasst auch Geiseln, die später starben oder in Gefangenschaft im Gazastreifen getötet wurden. Hamas nahm 251 Geiseln mit nach Gaza, darunter auch einige Tote. Ein Jahr später sind etwa 64 Geiseln noch in Haft, während 117 befreit und 70 offiziell tot sind. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, dass Hamas, die von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als „Terrororganisation“ eingestuft wird, zerstört werden müsse.

Militärische Reaktion Israels

Israel reagierte mit einer umfangreichen militärischen Kampagne im Gazastreifen. Die Luft- und Bodenoperation führte laut dem Gesundheitsministerium des von Hamas regierten Gebiets zu über 41.700 Todesopfern, deren Zahlen von den Vereinten Nationen als zuverlässig angesehen werden. Am 13. Oktober forderte Israel die Zivilbevölkerung im nördlichen Gaza auf, nach Süden zu ziehen. Später schätzte die UN, dass nahezu die gesamte Bevölkerung von Gaza, die 2,4 Millionen beträgt, vertrieben wurde. Am 27. Oktober begann Israel mit einer Bodenoffensive, und am 15. November stürmten israelische Truppen das größte Krankenhaus in Gaza, Al-Shifa, wo Israel einen Kommandoposten von Hamas vermutete, was von den Militanten bestritten wurde.

Waffenstillstand und Geiseltausch

Am 24. November trat ein einwöchiger Waffenstillstand zwischen Israel und Hamas in Kraft. Im Rahmen dieses Abkommens gab Hamas 80 israelische Geiseln im Austausch für 240 Palästinenser, die in israelischen Gefängnissen festgehalten wurden, frei. Auch 25 weitere Geiseln, hauptsächlich thailändische Arbeiter, wurden befreit. Israel erlaubte eine erhöhte humanitäre Hilfe für Gaza über Ägypten, doch die humanitäre Lage blieb angespannt. Als die Kämpfe wieder aufflammten, weitete Israel seine Operationen auf den südlichen Gazastreifen aus.

Hilfsprobleme

Am 29. Februar berichtete das Gesundheitsministerium in Gaza, dass 120 Bewohner des nördlichen Gazas von israelischen Streitkräften erschossen wurden, als sie sich einem Hilfskonvoi näherten. Israel erklärte, die Soldaten hätten geglaubt, die Menschen würden eine Bedrohung darstellen. Ab Anfang März meldeten mehrere Länder weiterhin Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Hilfsgütern in das umkämpfte Gebiet.

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