Entspannung an der Oder
Die Situation an der Oder in Brandenburg zeigt eine positive Entwicklung. Die Wasserstände sinken allmählich, auch wenn in einigen Bereichen weiterhin Alarmstufe 3 gilt.
Alarmstufe 3 in Frankfurt (Oder)
In Frankfurt (Oder) bleibt die Alarmstufe 3 bis Montagmorgen bestehen, obwohl der Wasserstand am dortigen Pegel bereits am Sonntagnachmittag unter die Schwelle für diese Alarmstufe gefallen ist. Oberbürgermeister René Wilke äußerte, dass die Schutzmaßnahmen, wie die aufgestellten Spundwände, bislang wirksam sind. Dennoch sind bereits Schäden sichtbar, auch am Boden.
Aufhebung der Alarmstufen in anderen Landkreisen
Im Landkreis Oder-Spree wurde die Alarmstufe 3 für bestimmte Abschnitte der Pegel Ratzdorf und Eisenhüttenstadt am Sonntag um 8.00 Uhr aufgehoben. Landrat Frank Steffen erwartet jedoch Hochwasserschäden im höheren sechsstelligen Euro-Bereich. Im Kreis Märkisch-Oderland wurde die Alarmstufe 3 für die Abschnitte Lebus und Golzow am Sonntag um 16.00 Uhr aufgehoben. In Lebus ist die Feuerwehr weiterhin damit beschäftigt, Keller auszupumpen, da die Stadt nicht durch einen Deich geschützt ist. Die allgemeine Lage wird jedoch als entspannt beschrieben.
Hochwasserscheitel erreicht Uckermark
Laut dem Landesumweltamt wird der Hochwasserscheitel der Oder am Sonntagnachmittag den Pegel Stützkow in der Uckermark passieren. Für dieses Gebiet bleibt die Alarmstufe 2 bestehen, während Alarmstufe 3 nicht ausgerufen wird. Bei Alarmstufe 3 sind Überschwemmungen von einzelnen Grundstücken und Straßen zu erwarten, während bei Stufe 2 Grünland und Waldflächen betroffen sind. Alarmstufe 4, bei der größere Flächen überflutet werden, wurde bereits aufgehoben.
Verbesserte Hochwassersicherungen
Die Hochwassersituation hat sich seit der extremen Hochwasserlage im Jahr 1997, bei der viele Orte im Oder-Flussgebiet bedroht waren, deutlich verbessert. Insbesondere wurden die Deichsicherungen optimiert, um zukünftigen Hochwasserereignissen besser begegnen zu können.

