Hinweise auf Verschwörung
Muhammed Yunus, der Hauptberater der Übergangsregierung von Bangladesch, äußerte Bedenken über mögliche „Gestaltung und Verschwörung“ im Zusammenhang mit dem Sturz von Sheikh Hasina, der ehemaligen Premierministerin des benachbarten Indiens. Diese Bemerkungen machte er während des jährlichen Treffens der Clinton Global Initiative, wo er von den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und dem aktuellen Präsidenten Joe Biden empfangen wurde.
Die Rolle der Studenten
Yunus lobte die Studenten und bezeichnete sie als die Schöpfer einer „neuen Version von Bangladesch“. Im August 2024 erlebte Bangladesch eine der bedeutendsten politischen Umwälzungen in seiner Geschichte. Was als Protest gegen ein umstrittenes Quotensystem für Regierungsjobs begann, entwickelte sich zu einer landesweiten Bewegung, die letztendlich dazu führte, dass Premierministerin Sheikh Hasina das Land verließ.
Ein Aufruf zum Erfolg
Yunus betonte die Bedeutung der Proteste und ermutigte die Studenten: „Sie sind die, die die neue Version von Bangladesch schaffen – wünschen wir ihnen viel Erfolg.“ Er stellte fest, dass die Ereignisse sorgfältig geplant waren und nicht zufällig geschahen. Während seiner Rede erwähnte Yunus, dass „niemand erkennen konnte“, wer hinter den Protesten steckte, nannte jedoch Mahfuj Abdullah, was darauf hindeutet, dass dieser eine Rolle beim Sturz von Hasina spielte.
Mahfuz Abdullah und die Studentenbewegung
Mahfuz Abdullah, auch bekannt als Mahfuz Alam, ist der Koordinator des Liaison-Komitees der Studentenbewegungsführer. Yunus stellte während des Treffens drei Studenten vor, die hinter den Protesten standen, und betonte, dass sie wie gewöhnliche junge Menschen wirkten. „Wenn man sie in Aktion sieht oder ihre Reden hört, wird man erschüttert. Sie haben das ganze Land mit ihren Reden, ihrem Engagement und ihrer Hingabe erschüttert. Sie sagten, dass man sie jederzeit töten könne, aber sie würden nicht aufgeben“, erklärte Yunus.
Der Kopf der Revolution
Der Leiter der Übergangsregierung bezeichnete Mahfuz als den „Kopf der Revolution“. Yunus fügte hinzu, dass die Studentenbewegungen als gemeinschaftliche Anstrengung entstanden seien, bei der selbst die Führungspersönlichkeiten nicht genau wussten, wer die Bewegung anführte.