Spionage gegen die Bundeswehr

Wirtschaftsnews12 Monaten ago1633 min

Russische Geheimdienste intensivieren Aktivitäten

Russische Geheimdienste haben ihre Spionageaktivitäten in Deutschland verstärkt, um ihrer Armee im Ukraine-Konflikt Vorteile zu verschaffen. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) warnt, dass sich die Aufklärung zunehmend auf die taktische Ebene konzentriert. In einem aktuellen Jahresbericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird festgestellt, dass das Interesse der russischen Dienste an militärpolitischen und strategischen Informationen nun auch auf taktische Aspekte ausgeweitet wurde.

Wichtige Informationen über militärische Hilfe

Laut dem MAD ist es für Russland von entscheidender Bedeutung, Informationen über die militärische Unterstützung zu erhalten, die Deutschland der Ukraine gewährt. Diese Unterstützung erfolgt seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022. Besonders wichtig sind Informationen über Transportwege von Waffen und Munition sowie über Einsatzverfahren und Taktiken der westlichen Waffensysteme, die in der Ukraine eingesetzt werden. Der MAD betont, dass solche Informationen für die russischen Streitkräfte einen entscheidenden Vorteil im Gefecht darstellen können.

Bedrohung durch Sabotage und kritische Infrastruktur

Die Fähigkeiten der Bundeswehr zur Landes- und Bündnisverteidigung stehen ebenfalls wieder im Fokus der russischen Nachrichtendienste. Der Bericht weist darauf hin, dass die Aufklärung und mögliche Sabotage von kritischer Infrastruktur und verteidigungswichtigen Anlagen in Deutschland eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen. Die Präsidentin des MAD, Martina Rosenberg, betont die Notwendigkeit, die Abwehrfähigkeiten gegen bestehende Bedrohungen zu stärken und die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu gewährleisten.

Personelle Engpässe im MAD

Obwohl der MAD zusätzliche Stellen für Mitarbeiter erhalten hat, sind einige Posten aufgrund fehlender Haushaltsmittel unbesetzt. Ab dem 1. Januar 2024 wird der MAD über 2131 Dienstposten verfügen, im Vergleich zu 1917 im Jahr 2023. Der Bericht stellt jedoch fest, dass eine untere dreistellige Anzahl von Dienstposten aufgrund finanzieller Engpässe nicht besetzt werden kann.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Related Posts