Rückzug der NDP-Unterstützung
Die kanadische Regierung unter Premierminister Justin Trudeau hat am Mittwoch einen unerwarteten Rückschlag erlitten, als der Bündnispartner, die Neuen Demokratischen Partei (NDP), seine Unterstützung zurückzog. NDP-Chef Jagmeet Singh äußerte, dass die Liberalen „zu schwach, zu egoistisch und zu abhängig von Unternehmensinteressen“ seien.
Koalition zwischen Liberalen und NDP
Die Zusammenarbeit zwischen Trudeaus Liberalen und der NDP wurde im März 2022 vereinbart und sollte bis Juni 2025 bestehen. Der Rückzug der NDP hat jedoch dazu geführt, dass die Liberalen in die Minderheit geraten sind.
Kritik an Trudeau
In einem Video auf seinen sozialen Medien erklärte Singh, dass Trudeau immer wieder „der Gier der Unternehmen nachgebe“. Er fügte hinzu: „Die Vereinbarung ist beendet. Die Liberalen sind zu schwach, zu egoistisch und zu abhängig von Unternehmensinteressen, um die Konservativen und deren Kürzungspläne aufzuhalten. Aber die NDP kann das.“
Reaktion von Trudeau
Auf die Rücknahme der Unterstützung reagierte Trudeau, indem er betonte, dass seine Regierung sich auf die Bewältigung der Lebenshaltungskostenkrise und den Klimawandel konzentriere. „Darauf konzentrieren wir uns. Ich lasse andere sich mit der Politik beschäftigen“, wurde Trudeau zitiert.
NDP bereit für Neuwahlen
In einer Mitteilung erklärte Jagmeet Singh, dass die NDP bereit für Neuwahlen sei und dass ein Misstrauensvotum bei jeder Vertrauensfrage zur Diskussion stehen werde.
Konservative Reaktion
Der Führer der Konservativen Partei Kanadas, Pierre Poilievre, bezeichnete Singh als „Verräter Singh“ und bezeichnete seine Videoankündigung als „Medienstunt“.